5. Das kleine Stadtatelier für kreative Inklusion
KUNST HOCH 3 - Frischer Wind für das Schnellenmarkt-Quartier
Idee
Die Gruppe bewirbt sich mit drei Kunst-Objekten. Ihre Verbindung ist „Unser kleines Stadtatelier für kreative Inklusion in Uelzen“, und sie waren sich schnell einig: Uelzen lässt sich mit allen Sinnen erleben.
Brigitte Schulz, Atelierleitung, beschreibt, dass eine ihrer frühen Kindheitserinnerungen sei, dass sie Uelzen von weitem riechen konnte, wenn sie in Zeiten der Zuckerrübenkampagnen zu ihrer Oma nach Uelzen gefahren seien. Das sei eine süße Erinnerung – genauso wie das Popcorn und der erste Zeichentrickfilm, den sie als Kind im mittlerweile legendären Uelzener Kino habe sehen dürfen.
Das Central Theater Uelzen sei eine Institution. Heute zähle für sie bzw. das kleine Stadtatelier unter anderem auch, dass Uelzen ein offenes Ohr habe. Doch sei Uelzen bisweilen auch von weitem hörbar, und für viele sei das Open Air ein Highlight des Jahres.
Neben Popcorn zähle zu ihren ersten Geschmackserlebnissen in Uelzen auch das Eis von Tante Wetzels Eisbude. Heute sei der Weinmarkt, der eine fünfte Jahreszeit in Uelzen bedeute, ein besonderes Geschmacks- wie zugleich ein geselliges Erlebnis.
Zu alledem sei die Kunst- und Kulturszene in Uelzen großartig und lebendig. Uelzens Historie weise auch noch viel mehr auf. Doch sie hätten sich – oder mussten sich – für drei Kunstwerke entscheiden.
Anke Späth
Anke Späth erschafft für den Wettbewerb eine dufte Uelzen-Nase, die noch viel mehr als ein origineller Riechkolben ist. Die Skulptur "Rübennasi", die nicht nur die Zuckerrüben feiert.
Die Skulptur "Rübennasi" wird aus gebrauchtem Hühnerdraht und Zeitungspapier mit einer stabilen Aufhängevorrichtung innendrin modelliert. Das Pappmaché wird wetterfest versiegelt. Die Fugen zwischen den wetterfest aufgeklebten Mosaiksteinchen werden mit Schlagmetall blattvergoldet. Andere Details werden aus Fundstücken gefertigt.
Kurzvita Anke Späth:
- 1977 geboren
- 2007 Diplom an der Hochschule für bildende Künste Hamburg
- 2003-2016 Trickfilmerin
- 2007-2016 Freischaffende Künstlerin in den Bereichen:
Filmausstattung/ Szenenbild, Grafik, Modellbau, Dekoration. - 2007-2012 Replikenbau in Cairo (Tutanchamun-Exhibition)
- 2008-2014 Exponatetechnikerin für die Tutanchamunwanderausstellungen
in vielen Städten wie Seoul, Dublin, Manchester, Paris, Genf, Zürich,
Madrid, Barcelona und Prag. - 2016-2020 angestellte Orthopädietechnik-Mechanikerin (individuelle
Orthetik)
Ab Nov. 2020 wieder als freischaffende Künstlerin tätig - Plastik, Grafik,
Groß- und Kleinpuppenbau, Puppenwunschautomat, Workshops,
Schulprojekte ...
Sara Czerny
Sara Czerny fertig das Objekt "Filmreif", welches auch eine Hommage ans
Uelzener Kino bedeutet. Weil das Central-Theater vor weit über 100
Jahren eröffnet (1913) worden ist und Kinochefin Renate Böhm eine
zentrale Figur auch in unserem heutigen Zeitgeschehen ist. Und weil Uelzen
so oder so filmreif ist.
„"Filmreif": Geschichte des Uelzener Central Theaters habe ich zum ersten Mal gehört, als wir für das Projekt brainstormten. Nachdem ich mit meinen Recherchen begonnen und erfahren hatte, was für ein Weg Frau Böhm, die zentrale Figur des Theaters, nach der Erbschaft des Unternehmens zurücklegen musste, war meine Fantasie schnell angeregt. Für mich ist dies die Geschichte von Mut, Kreativität und Innovation, der Stärkung der Rolle der Frau und ein großes Stück kultureller Tradition Uelzens. Mein Projekt bezieht sich auf das Central Theater als einen Ort von großem historischem und kulturellem Wert für die Stadt Uelzen. Auf einem roten Hintergrund, der an alte samtige Kinodekorationen erinnert, wird eine Filmkamera präsentiert, die aus recycelten Kamerateilen gefertigt wurde. Auf einer langen Streife Kamerafilm ist eine Galerie der charakteristischsten Orte Uelzens zu sehen. Sowohl die Kamera als auch der Kamerafilm durchdringen den Hintergrund und sind teilweise auf beiden Seiten sichtbar. Materialien benutzt: Aluminium, Messing, Kupfer und Kunststoff.“
Kurzvita Sara Czerny:
- 1983 geboren
- Malerin und Illustratorin
(Aquarell, Acryl, Mischtechniken) - Kontakt: saraczerny.com
Jezy Jedliński
Jezy Jedliński schmiedet das Open Ear für das Hören und gehört werden.
Unter anderem wegen des weit über die Landesgrenzen bekannten Open R und weil Uelzen ein Ohr für seine Mitbürger*innen hat.
Uelzens "Open Ear" ist eine Skulptur aus verschiedensten Metallen,
Blechen, Schrauben und Rohren. Sie ist eine Hommage an die musikalische Seele der Stadt Uelzen, besonders auch an das Festival Open R. Doch symbolisiert das Kunstwerk gleichzeitig das offene Ohr Uelzens.
Die Skulptur wird auf einer leichten Aluminiumplatte montiert. Darauf
befinden sich ein Plastik-Neonschild mit der Aufschrift „Open“, Metallnoten
und im Mittelpunkt: ein handgeschmiedetes Ohr mit einem alten
Lautsprecher im Inneren. Die Rückseite ist passend zum Thema bemalt.
Kurzvita Jezy Jedliński
- 1993 geboren
- Maler und Metallkünstler
- PopSickL'ar
Wenn dir die Kunst vom kleinen Stadtatelier für kreative Inklusion gefällt, dann stimme jetzt ab.
Unter allen Teilnehmern verlosen wir Stadtgutscheine.